Youth Camp in Manus

Seppo wurde vom 08. – 13. Januar zum Jugendcamp einer unserer Partnerkirchen in die Provinz Manus eingeladen. Dort war er an dem Ort Pere, wo sich die Jugendgruppen aus dem „South Coast District“ versammelten. Bei traumhafter Kulisse durfte Seppo die Jugendlichen mit 11 Bibelarbeiten bzw. Predigte zum Thema „Bauen und Weitergehen (Apostelgeschichte 1,8)“ ermutigen.

Ca. 180 Jugendlche waren mit dabei und haben es genossen.

Einige leckere Speisen waren vom Feinsten: Schikdkröten-Eintopf, frischer Thunfisch, Krebs. Aber auch die Bootsfahrt mit Riffen und Delfinen war genial.

Hoffen und beten wir, dass die Jugendlichen viel mitgenommen haben und ihre Motivation mit an ihre Orte nehmen...

Weihnachten im Busch

Dieses Jahr war Weihnachten für uns wieder einmal so ganz anders. Seppo wurde eingeladen auf der Insel West New Britain, in dem kleinen Buschdorf Leim, auf der Weihnachtskonferenz zu predigen. Dieses Angebot nahmen wir zunächst mit gemischten Gefühlen an, haben uns dann aber fröhlich gemeinsam mit unseren Freunden und Besuchern aus Sulz, Martin und Simon, auf den Weg ins Abenteuer gemacht. Nach dem Flug nach Hoskins (West New Britain) durften wir uns, und besonders Martin und Simon, zwei Tage noch einmal akklimatisieren, bevor es dann so richtig losging. Um nach Leim zu kommen, hieß es für uns zunächst 5 Stunden durch den Busch zu laufen. Völlig verschwitzt und fertig kamen wir dann an und wurden sehr herzlich und ganz besonders empfangen. So eine Willkommenszeremonie haben wir noch nicht erlebt. Das ganze Dorf hat sich traditionell bekleidet und uns mit Tänzen und Gesängen begrüßt. Wir waren ganz sprachlos, vor allem von der Dankbarkeit und Freude der Menschen dort über unser Kommen.

 

Auch wenn wir auf einer Weihnachtskonferenz waren und Seppo und die Jungs insgesamt 11 Mal in 6 Tagen predigen duften (Seppo ganze 9 Mal), kam bei uns nicht so recht Weihnachtsstimmung auf. Das bringt einen ganz neu ins Nachdenken, worum es an Weihnachten eigentlich geht und worauf wir uns eigentlich konzentrieren sollten. Egal ob wir nun in einer weihnachtlich und festlich geschmückten Stube sitzen, oder mitten im Busch: Jesus ist für uns alle Mensch geworden und DAS ist der wahre Grund zum Feiern.

 

Diese knappe Woche in Leim war für uns alle sehr ereignisreich, segensreich, herausfordernd, aber vor allem bereichernd.

 

Menschenfischer auf Fisherman Island

"Menschenfischer auf Fisherman Island". So hieß der Untertitel unter dem Gruppenfoto, nach unsrem Überraschungsausflug für unsere Mitarbeiter. Vom 8.-10.12. haben wir mit unseren 22 Mitarbeitern ein Abschlusscamp veranstaltet, um uns für ihre treue Mitarbeit im letzten Jahr zu bedanken, um dieses Jahr gemeinsam abzuschließen und in die Ferien zu starten. Das Highlight war im sprichwörtlichen Sinn die Fahrt ins Blaue, auf eine wunderschöne Insel etwas außerhalb von Port Moresby. Für die meisten war es die erste Bootsfahrt und auch der erste Ausflug auf diese Insel. Alle waren begeistert und haben diesen Tag sehr genossen: den weißen Sandstrand, das himmelblaue Meer und die freie gemeinsame Zeit. In der darauffolgenden Woche erschien unser Gruppenbild in der lokalen Zeitung, dass unser Bootsfahrer geschossen hat und an den Verlag schickte. Die Überschrift fanden wir genial.

 

Kids- Club Special

Als Abschluss für unsere Kids im Settlement haben wir lokale Kindertage mit viel Spiel, Spaß und Action geplant. Sie haben sich riesig gefreut und den Tag jeweils genossen. Manche Kids- Clubs haben wir zusammengelegt, sodass wir teilweise mehr als 200 Kinder im Programm hatten. Das war im wahrsten Sinne des Wortes viel Action. So viel, dass Kathi ab Mitte der Woche gar keine Stimme mehr hatte, vor lauter Anfeuern, Kinder zur Ruhe bringen und Spiele erklären. Der Aufwand hat sich jedoch gelohnt und wir konnten das gemeinsame  Kids- Club Jahr gut abschließen und die Kids glücklich in die Ferien entlassen.

 

Stamm-Gäste

Wir hatten Stammgäste zu Besuch. Nein, nicht weil sie immer kommen sondern, weil ihr Nachname Stamm ist. Bernd und Esther sind gute Freunde, Studienkollegen und im gleichen Beruf als Jugendpastoren in Deutschland tätig. Wir haben den Besuch sehr genossen und beide konnten richtig gut bei uns mithelfen mit Andachten, Predigten und ganz praktisch. Wir haben die Woche mit ihnen sehr genossen...

Pizza in PNG

Da unsere Heimatgemeinde (Sulz am Eck) eine große Pizza-Aktion machte, bei der über 300 Pizzen gebacken und im Ort verteilt wurden und der Erlös unserer Arbeit zu Gute kam und so backten auch wir Pizza in PNG um damit unsere Arbeit und den Neubau des Gemeinschaftshauses zu unterstützen. Wir haben über 300 Pizza-Weckle gemacht und verkauft...

Auch in PNG schmeckt Pizza(-weckle)...

Praktisch Vergeben

Neben unseren wöchentlich 8 offenen Kinderstunden in verschiedenen Settlements Port Moresby’s, gibt es zusätzlich in 3 Settlements Kleingruppen. Hier wird mit den älteren Kindern die Bibel gelesen und sich über das Gelesene ausgetauscht. Danach machen wir verschiedene Quiz’ oder auch Basteleien um ihre motorischen Fähigkeiten auszubauen.

Als wir die Geschickte von Joseph und seinen Brüdern (Genesis 42-45) gelesen haben und wie Joseph seinen Brüdern vergibt und ihnen in Form von Essen Gutes tut, waren alle hellwach. In Papua-Neuguinea leben wir in einer „payback“-Gesellschaft. Wird jemand verletzt, gedemütigt oder umgebracht, wird das schlichtweg heimgezahlt oder es fließen horrende Summen an Kompensationszahlungen. Einfach vergeben ist in Neuguinea undenkbar und in einem Kontext eines Settlements, dass sich durch hohe Kriminalität auszahlt noch undenkbarer.

Wir haben mit den Kindern gebastelt. Jeder durfte einen Mini-Getreidesack basteln mit Reis befüllen und durfte ihn nicht für sich behalten, sondern musste sich bei jemand praktisch entschuldigen. So wie Joseph seinen Brüdern vergab. Im Morata-Settlement führte dies dazu, dass sich ein paar Jungs zusammentaten, den Reis gemeinsam kochten und ihm einen taubstummen Jungen gaben, denn sie oft hänseln. Eine andere Mitarbeiterin berichtete, wie ein Junge mit dem Säckchen Reis zu ihr kam und sich entschuldigte, dass er bei den Programmen oft so sturköpfig (Tok Pisin: bikhet (dt. großer Kopf) war. Vergebung scheint doch möglich. Betet mit, dass wir den Kinden und auch den anderen im Settlement ein Anstoß zur Vergebung sind und sie Gottes Vergebung selbst annehmen.

Rugby WM in PNG

Papua-Neuguinea ist mit Australien und Neuseeland gemeinsam der Ausrichter der Rugby League WM. Rugby League ist Nationalsport Neuguineas und einer der beliebtesten Sportarten Australiens. Es ist zu unterscheiden von Rugby Union, dass weltweit populärer ist und sich in ein paar Regeln unterscheidet.

Wir besuchten das Eröffnungsspiel mit unseren Hauptmitarbeitern, sie waren ganz schön überrascht als wir ihnen mitteilten, dass wir das Spiel nicht im Fernseher schauen sondern jetzt zum Stadion fahren. So viele „Tenkyu“ (dt. Danke) haben wir glaube ich noch nie an einem Tag gehört.

Übrigens hat Papua-Neuguinea in dem Spiel dem Favoriten aus Wales mit 50:6 ganz schön den Hintern versohlt. Hoffen wir auf noch weitere Erfolge in den Spielen gegen Irland (5.11.) und USA (12.11.).

Leben beim Stamm

Nein, wir waren nicht in einem Volksstamm. Sondern wir haben 2 Wochen bei unseren Kollegen mit Namen Stamm verbracht. Gerhard und Brigitte, so heißt dieser kleine Volksstamm, sind seit knapp 30 Jahren im Land und gaben uns geniale Einblicke in ihre Erfahrungen, Erlebnisse und ihr Arbeit. Sie sind an einer kleinen Bibelschule in der Nähe von Mt. Hagen tätig und bilden einfache Menschen aus den Dörfern zu Pastoren aus. Neben den Einblicken, gaben wir auch einen Kurs zur Kinder- und Jugendarbeit, was oft in den Kirchen im Land zu kurz kommt....

Übrigens haben wir ganz schön praktische Sachen gelernt, aber schaut’s euch selbst in den Bildern an...

Goroka-Show

Wir hatten das Privileg am Unabhängigkeitstag (16. September) bei der Goroka-Show mit dabei zu sein. Verschiedene Gruppen aus ganz Neuguinea präsentieren ihre Kultur, traditionelle Verkleidung und Tänze. Es war ein interessanter Einblick in das „Land of the Unexpected“ und seine über 1000 Volksgruppen (natürlich waren nicht alle da;).

Heute schon gelacht?

Mach’s doch wie das Baumkänguru in PNG J

Urlaubs-Grüße

Wir genießen ein paar freie Tage in der Schweiz Neuguineas J Am 31. August ging unser Flieger nach Goroka und von da wurden wir von Schweizer Missionaren abgeholt, die etwas außerhalb von Goroka eine Missionsstation mit Gästebetrieb haben. Hier werden in den nächsten Tagen auch unsere Kollegen eintreffen, da wir uns hier als Missionarsteam für unsere Konferenz treffen werden. Wir zwei haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ein paar freie Tage vorne drangehängt. Wir genießen den wunderbaren Ausblick, das super Klima, die Ruhe, das Nichtstun und die große Auswahl an lokalem Obst und Gemüse (vor allem die Erdbeeren J).

Wir sind Hühner-Eltern…

Einen Tag vor unserem Abflug ins Hochland, kam eine Pastorenfrau auf unsere Station mit zwei großen Tüten voll mit guten Sachen vom Markt. Dankbar nahm Seppo ihr die beiden Tüten ab und erschrak kurz darauf, als sich die eine Tüte bewegte. Darin waren tatsächlich zwei Hühner.  Die Frau wollte uns etwas Gutes tun und dafür sorgen, dass wir uns vor unserer Reise noch einmal richtig stärken.  Abgesehen davon, dass wir nicht wissen wie man ein Huhn schlachtet, war dann auch die Zeit zu kurz. Nun leben die zwei Hühner mit auf unserer Station und wir sind gespannt, ob sie bis zu unserer Ankunft Anfang Oktober noch da sind, oder ob sich unsere Mitarbeiter ihrer angenommen haben…

Happy Birthday Seppo

Am 28.08. haben wir Seppo’s Geburtstag gefeiert. Das wohl schönste Geschenk war, dass wir diesen Tag in großer Runde mit Freunden feiern durften. Letztes Jahr haben wir Seppo’s Geburtstag in ganz kleiner Runde gefeiert. Dieses Jahr schauen wir dankbar auf die Freunde, die wir in unserem nun ersten Jahr in PNG geschenkt bekommen haben. Eine wahre Freude und ein weiterer Grund zum Feiern.

Überraschung: Mitarbeiterausflug

Als besonderen Abschluss bevor es für uns einen Monat ins Hochland gehen sollte und unsere Mitarbeiter für das Projekt größtenteils allein verantwortlich sind, haben wir uns für sie eine kleine Überraschung überlegt. Unserer samstägliches Vorbereitungstreffen haben wir etwas ausgeweitet und in einen Park etwas außerhalb von Port Moresby verlegt.  Wir hatten eine super Zeit und konnten sehen, wie unsere Mitarbeiter diesen Ausflug genossen haben, etwas auftanken konnten und gestärkt und neu motiviert in den kommenden Monat ohne uns starten konnten.

Vertragsverlängerung mit unseren besten Spielern

Im August gab es einen Grund zu Feiern. Offiziell ist der vertraglich festgelegte Term unserer Hauptmitarbeiter Manasa und Rhoda dieses Jahr zu Ende. Sie könnten ohne Weiteres zurück in ihre Heimat und zu ihrer Familie gehen. Zu unserer großen Freude haben sich die beiden jedoch entschieden, einen weiteren Term dranzuhängen und das Projekt shape life und auch uns weiterhin zu unterstützen. Wir sind dankbar für all ihren Einsatz, ihre Unterstützung und ihre Freundschaft. Sie haben einen sehr großen Teil dazu beigetragen, dass wir soweit gut in die Arbeit und auch das Leben in PNG hineingefunden haben und wir möchten sie auch in Zukunft nicht missen.

Praktikanten

Vom 09.-12. August hatten wir Besuch aus Deutschland. 4 Studenten der IHL kamen für ihr einmonatiges Praktikum nach PNG und verbrachten davon einige Tage bei uns in Port Moresby um die Missionare und die Arbeit  der Liebenzeller Mission hier im Land kennenzulernen. Wir hatten somit die Möglichkeit ihnen einen kleinen Einblick in das Projekt shape life zu geben.  Wir waren damals selbst sehr begeistern von unserem Missionspraktikum in Malawi und hoffen, dass die 4 Studenten auch die gleiche Erfahrungen sammeln dürfen und wir einen kleinen Teil dazu beitragen konnten.

Abenteuer Kivori

Vom 04.-06. August waren wir, gemeinsam mit 21 unserer Mitarbeiter in das Dorf Kivori, 4 Stunden außerhalb von Port Moresby eingeladen. Dort befindet sich ein Zweig einer unserer Partnerkirchen. Wir wurden angefragt deren „Sundayschool- Camp“, also ein besonderes Wochenende für die Kindergottesdienst- Kinder, mitzugestalten. Dieses Angebot nahmen wir gerne an, auch wenn wir uns mit gemischten Gefühlen auf den Weg machten, da die Organisation schwammig war und wir nicht wussten, was uns erwarten wird.

In Kivori wurden wir ganz herzlich und traditionell begrüßt. Kathi bekam gleich einen Bastrock umgebunden und durfte mit den einheimischen Frauen traditionell zum Trommelschlag des Dorf- Chiefs tanzen. Auch die Freude der Dorfbewohner über das Kommen der Missionare vor vielen Jahren wurde in einem Anspiel gezeigt.

Für uns war es schön zu sehen, was die Gemeinde für die Kinder auf die Beine gestellt hat und wie dankbar sie für unsere Unterstützung waren. Auch dem shape life Teamgeist hat dieser Einsatz sehr gut getan. Viele Beziehungen konnten an diesem Wochenende vertieft werden.

Neuer Term

In Neuguinea ist das Schuljahr in 4 sogenannte Terms unterteilt, a ca. 10 Wochen. Wir sind inzwischen seit dieser Woche im 3. Term angelangt. In diesen Term-Wochen haben wir in unseren Kinderprogrammen ein übergreifendes Thema. So befassen wir uns in diesem Term mit Josua als biblische Geschichte und mit der National Rugby League (NRL) aus Australien. Rugby ist Nationalsport und so hoffen wir, dass wir den Kindern Info’s und Werte weitergeben können. Das Thema lautet: „Josua und das Team Israel. Abentuer in Kanaan und in die NRL.... ."

 

Schlangenalarm

In PNG gibt es fiese Schlangen. Und so staunte Seppo nicht schlecht, als er aus dem Auto schaute und ein paar Jungs mit einer Riesen-Python sah. Nach Aussage der Jungs 4 Meter. Die Schlange war schon tot. Wohl fühlte sich Seppo dennoch nicht. Nur eine tote Schlange ist eine gute Schlange, hatte Seppo’s Bruder nach seinem Aufenthalt in Afrika immer gesagt. Wie wahr...

 

Neuguinea hat die Wahl

Papua-Neuguinea hat derzeit die Wahl für ein neues Parlament. Wir waren mittendrin und sind “culture-shocked”, also schockiert von der Kultur. Wochenlang waren Kandidaten in den Straßen haben gebrüllt, Autos fahren mit Lautsprechern und erzählen non-stop wer gewählt werden soll und überall sind die Leute, um den Kandidaten zuzuhören.

 

Wer am lautesteten, mit den meisten Leuten auftritt wird gewählt und oftmals bekommt man Bares für die Stimme. So hörten wir in einem Settlement, wie der Kandidat am Tag zuvor 7.000 Kina (ca. 2.300 €) für die arbeitslosen Jugendlichen gegeben hat. Eigentlich toll, hätten die Jungs nicht alles innerhalb von einer Woche bei Tag und Nacht versoffen.

Bei der Wahl in Port Moresby kam es zum Eklat, die Wahl wurde nicht am Wahltag durchgeführt. Es waren Dinge wohl nicht fertig. Der Verantwortliche hat inzwischen seinen Posten geräumt. Gerüchte gab es viele: Von Kandidaten die Stimmzettel gefälscht hatten, von geklauten Wahlurnen, von nicht genügend Stimmzetteln usw...

 

Im ganzen Land wurde an verschiedenen Tagen gewählt. Jetzt gerade wird ausgezählt. Nur Neuguineer wissen, warum das nun schon mehrere Tage dauert.

 

 

 

Seppo war bei einem Kandidaten unterwegs, der bei seiner Veranstaltung über 80 verschiedene kulturelle Gruppen organisiert hatte.

 

Seht selbst...

 

 

Besuch aus Deutschland

Seppo hatte eine Woche Besuch aus der Heimat. Sein Großcousin war gerade ums Eck (Mikronesien) und hatte Freude bei ihm und im Projekt vorbeizuschauen...

 

Auch ein Tagestrip in das nahegelegene Sogeri war mit dabei. Ein schöner Ort und Highlight für unsere Mitarbeiter aus den Settlements, die wir an dem Tag mitgenommen haben.

24. Stuttgartlauf: Rückblick

 

Dankbar blicken wir auf den 24. Stuttgart-Lauf am 25. Juni 2017 zurück.

 

Unsere 2 Läufer (einer musste leider krankheitsbedingt absagen) des CVJMs Sulz erlebten bei gutem Wetter eine tolle Veranstaltung in der Stuttgarter City.

Bester Läufer unserer Gruppe war Simon Erbele mit einer Zeit von 1:48:05.

 

Höhepunkt war neben dem Einlaufen auf der Zielgerade in der Mercedes-Benz-Arena und dem Wissen: „Wir habens gepackt!“, dass die Läufer eine Summe von 1433 € erlaufen haben.

 

Was geschieht mit diesem Geld?

 

Sebastian & Kathi Proß, Papua-Neuguinea

Die beiden werden mit der Liebenzeller Mission im August nach Neuguinea gehen, um in der Hauptstadt Port Moresby mit Kindern und Jugendlichen in den Elendsvierteln arbeiten. 1106,50 € von der Gesamtsumme gehen an diesen Zweck.

 

Gemeinschaftshaus Sulz am Eck

Seit mehr als 50 Jahren ist das Gemeinschaftshaus, ein Ort an dem sich Menschen begegnen. Die Jahre haben ihre Spuren an dem Gebäude hinterlassen, wodurch ein Neubau unumgänglich ist. 326,50 € von der Gesamtsumme gehen an diesen Zweck.

 

Ergebnisse Stuttgart – Sponsoren-Lauf // 25. Juni 2017

 

Michael Mutz: 2:02:53

 

Simon Erbele: 1:48:05

 

Unterernährung in PNG

Wir haben vor Kurzem gelesen, dass PNG bei der Unterernährung bei Kindern auf dem 13. Platz rangiert. Das hat uns sehr verwundert. “Verhungern tut hier niemand.” Wir sehen aber die Ernährung hier von Kindern in der Hauptstadt: Cola- oder Fantadosen, Ice-Blocks (gefärbtes, süßes Wasser-Eis), Cracker, Kekse, ...

 

Das Geld wäre oftmals da um sich gut zu ernähren, aber anstatt etwas Richtiges zu essen wird süß gegessen. Die Mangelernährung ist übrigens in den Städten deutlich höher als auf dem Land, wo es nur das gibt was im Garten wächst.

Kurs erfolgreich beendet

Uns liegt es am Herzen Mitarbeiter weiter zu bringen, sie zu fördern und ihnen zu helfen. So haben wir seit Anfang des Jahres einen Kurs über 11 Wochen gemacht: Bibel-Panorama. Die Geschichte der Bibel aus Vergangenheit, Gegenwart und was uns laut Bibel erwarten wird haben wir in 11 Einheiten praktisch gelernt. Bibel Panorama heißt, dass die Geschichte grafisch dargestellt ist. Es ging von A wie Adam bis Z wie Zweite Wiederkunft Christi.
Vier Mitarbeiter haben es durchgezogen und waren mit dabei. So feierten wie eine kleine Graduierung mit Zertifikat. Das genießt in Neuguinea hohe Bedeutung. Die Berichte dieser Vier waren ermutigend: “Ich habe nie groß den Zusammenhang des Alten und Neuen Testaments verstanden - jetzt weiß ich Bescheid.” “Ich bin begeistert wie Gott seine Geschichte mit den Menschen schreibt und ich Teil davon bin.”

Term-Close-Up

Bei shape life folgen wir den Schulferien und machen die Programme nur während der Schulzeiten. Die Schüler in Neuguinea haben schon 2 von 4 Terms absolviert und so hatten wir 2 Wochen Ferien. Naturgemäß möchte der Neuguineer immer Close-Ups, also Abschluss-Aktionen machen. Und so waren unsere Hauptmitarbeiter zu Gast und wir haben mit ihnen gegrillt: Fleisch, Wurst, Kartoffelsalat und Nudelsalat. Ein echtes Highlight für sie. Für manchen war es wohl das erste mal Grillen. Sokann man gut abschließen...

 

Sponsoren Stuttgart-Lauf 2017

Am 25. Juni 2017 wird der 24. Stuttgart-Lauf stattfinden. Zahlreiche Teilnehmer werden den Halbmarathon laufen. So auch 3 Läufer des CVJMs Sulz.

 

Das erlaufene Geld kommt zum einem dem Neubau des Gemeinschaftshauses und/oder der Arbeit von Sebastian & Katharina Proß zugute. Die beiden sind mit der Liebenzeller Mission in Papua-Neuguinea, um Kindern und Jugendlichen in den Problemvierteln der Hauptstadt Port Moresby ganzheitlich zu helfen.

 

Wie man selbst Sponsor werden kann, steht unter dem Siegerfoto von letzem Jahr!

Und so geht’s:

 

1. Sie können den Läufer pro Kilometer, mit einem Pauschalbetrag oder nach Zeit (Basis-Betrag für 2 Stunden; Abzug oder Aufwertung in 5-Minutenschritten // Beispiel: 50€ (Basis-Betrag) +/- 5€ à 5min; bei einer Zeit von 1:30h wären dies 50€ + 5€*6 = 80€) sponsern.

2. Sie können das zu unterstützende Projekt selbst wählen oder beide Projekte auswählen.

3. Nach dem erfolgreichen Lauf erhalten Sie vom CVJM Sulz am Eck e.V. Post über die erlaufene Spendensumme.

 

 

Zum Spenden einfach auf den Link klicken:

http://www.cvjmsulz.de/sponsoren-stuttgart-lauf-2017/#pk_campaign=Stuttgartlauf-PNG

 

 

Rückfragen an: pngteam@cvjmsulz.de

 

We want more – Wir wollen mehr

In unseren Partnergemeinden entstand der Wunsch nach mehr Zusammenarbeit innerhalb der Jugendlichen, also haben unsere Vorgänger „We want more“-Jugendgottesdienste gestartet. Diese Gottesdienste finden nun wieder alle 6 Wochen statt. Die Jugendlichen waren sehr daran interessiert.

 

Über „ihre“ Themen spricht keiner und so sind sie in den Gemeinden aktiv, aber haben oft wenig Orientierung für ihren Alltag. Gleichzeitig ist es für viele ganz neu, andere Jugendliche aus anderen Gemeinden und Provinzen kennenzulernen und festzustellen, dass diese ja ähnliche Gedanken, Probleme und  den selben Glauben haben. Hier in PNG gibt es einen riesengroßen Seperatismus. Man ist fast ausschließlich mit der eigenen Familie, mit den eigenen Leuten (wantok = engl. One talk – eine Sprache) zusammen und das auch in den Gemeinden und Settlements.

 

So haben wir bei unserem ersten Jugendgottesdienst 2017 über Identität gesprochen. Die große Frage war: „Wer bin ich?“ Identität wird in Neuguinea an dem Wert für das eigene soziale Umfeld gemessen, als daran was jemand macht. Als Christen sind wir davon überzeugt, dass unsere Identität davon abhängt, nicht was wir getan haben sondern was Gott durch Jesus für uns getan hat. Wir hoffen und beten, dass viele Jugendliche dies in ihrem Leben erleben dürfen.

 

Doppeldate im Settlement

Wir waren gestresst. Der Morgen war voll mit allerhand Sachen zum Vorbereiten und irgendwie wollte nichts klappen. Für den Nachmittag hatten wir eine Sitzung mit Manasa und Rhoda, unserem Mitarbeiterehepaar, ausgemacht. Normalerweise kommen sie zu uns – heute hatten wir uns bei ihnen verabredet. Wir waren viel zu spät. Um 12 Uhr war ausgemacht. 5 nach 12 saßen wir endlich im Auto auf dem Weg ins Morata-Settlement. Seppo versuchte die Zeit herauszufahren. Aber natürlich keine Chance und so kamen wir zu spät und gestresst an. Was wir bei Mana & Rhoda jedoch sahen, machte uns sprachlos und beschämt zugleich.

 

Sie hatten Tisch und Stühle gerichtet und zu Kathis großer Freude mit Blumen dekoriert. Rhoda wusste, wie sehr Kathi Blumen liebt. Der Tisch war eine Eigenkonstruktion aus einer alten Tür. Eigentlich isst man in PNG meist ohne Tisch, doch die beiden sagten: „Wir wollten etwas ganz Besonders machen”. Wer solche Freunde und Mitarbeiter hat, kann sich wirklich glücklich schätzen.

 

Immer wieder montags...

... sind unsere Hauptmitarbeiter (Core-Team) bei uns zu Gast. Wir essen gemeinsam, reflektieren über die Programme, schulen sie und haben Gemeinschaft mit ihnen. Sie bleiben über Nacht und am nächsten morgen wird gemeinsam mit Frühstück und einem Wort in den Tag gestartet. Das schweißt zusammen und wir ermutigen uns gegenseitig.

 

 

 

Rasta-Kathi

Als wir vor kurzem im Talai-Settlement zum Kids-Club waren und wir anschließend noch ein christlichen Film zeigten, gab es jede Menge Zwischenzeit. So haben wir mit den Settlementbewohnern geredet und konnten noch mehr ihren Alltag kennengelernen. Auch den einer jungen Dame, die einigen Mädchen und Frauen die Haare frisiert. Als Kathi aufmerksam zusah und fragte, ob das auch mit ihren Haaren möglich sei, wurde die eigentliche Kundin zur Seite geschoben: „Ihr kann ich jeden Tag die Haare machen aber du bist heute da!”

 

Also bekam Kathi eine PNG-Frisur verpasst, stylisch geflochtene Haare.

 

 

 

Den ersten Term geschafft

In Neuguinea ist das Schuljahr in 4 Terms untergeteilt, die jeweils 9-10 Wochen lang sind und 1-2 Wochen Ferien zwischen den Terms haben. Auch unsere Programme folgen diesen Schulterms und so haben wir den 1. Term geschafft.

 

Auch unsere Hauptmitarbeiter (Core-Team) haben es geschafft und haben sich ein besonderes Erlebnis verdient. In diesem Term mussten sie uns noch vieles helfen und so war es auch für sie anstrengend.

 

So sind wir am Ostermontag an der Küste entlang gefahren, zu einem Badestrand “Black Beach”. Für unsere Mitarbeiter aus den Settlements ist es etwas Großartiges aus der Stadt herauszukommen und so haben wir die Zeit am Strand und Meer mit Baden, Badminton, Bolzen und Spaß gemeinsam verbracht.;)

 

Oster-Camp

Ostern ist hier in Neuguinea Zeit der Camps und Konferenzen. Nahezu in allen Kirchen in Port Moresby und davon gibt es Viele, waren Veranstaltungen und Zelter um die Gemeinden herum. Und so nahmen auch wir mit einigen unserer Mitarbeiter am Jugend-Oster-Camp einer unserer Partnergemeinden teil. Wir hatten eine schöne Zeit mit unseren MItarbeiter, aber auch den Jugendlichen der Kirche...

 

Einzug zum Gottesdienst

Das einzige Mal, dass wir durch den Mittelgang einer Kirche gegangen sind und alle Augen auf uns schauten, war bislang bei unserer Hochzeit im August 2014. Gestern wurde uns diese Ehre aber erneut zu Teil. Wir wurden im 9-Mile-Settlement zum Gottesdienst der ECPNG (Evangelical Church of Papua New Guinea) eingeladen. Wir staunten nicht schlecht, als viele Kinder in traditioneller Kleidung (aus ihrer Heimatprovinz Hela) auftauchten und uns sagten, dass wir heute als „ihre“ Missionare vorgestellt und eingeführt werden. Also haben uns die Kinder und Frauen in die Mangel genommen und in die Kirche geleitet.

 

Eine große Ehre für uns! – Und gleichzeitig sehr rührend, was es den Menschen bedeutet, dass wir donnerstags für ein paar Stunden ein Kinderprogramm in ihrem Settlement anbieten.

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Jeden Samstag …

… haben wir unsere Mitarbeiter bzw. Freiwillige einen halben Tag lang bei uns und schulen sie. Für einige ist es eine willkommene Abwechslung, mal etwas anderes zu sehen. Und Kathis Kuchen sind auch immer einen Besuch wert ;)

 

Momentan haben wir etwa 25 junge Freiwillige aus den Settlements, welche die Kinderprogramme an derzeit acht verschiedenen Orten durchführen oder einfach „nur“ mithelfen. Samstags werden die Einheiten für die nächste Woche vorbereitet (diese sind überall gleich), Dinge durchgesprochen und Zeit miteinander verbracht. Zur Zeit bieten wir noch zwei Workshops an: Ab 10 Uhr gibt es einen Gitarrenkurs, ab 11 Uhr einen Überblick zur Bibel (Bibel-Panorama).

 

Wir freuen uns an der Gemeinschaft und an den vielen Freiwilligen, die bisher kommen. Unsere Erfahrung ist: wenn die Samstage gut laufen, dann laufen auch die Kinderprogramme an den Wochentagen in den Settlements gut …

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Großes Fest = Guter Start

Letzten Samstag war der offizieller Start des Projekts "shape life" in 2017. Wir sind nun voll verantwortlich für diese Arbeit. Darum haben wir alle bisherigen Mitarbeiter und auch die Pastoren aus den Settlement-Gemeinden eingeladen, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir wollten uns einerseits vorstellen und sie andererseits kennenlernen sowie weiter für die missionarische Arbeit in den Settlements ermutigen.

Rund 60 Leute waren letztlich da. Wir hatten gutes Essen, gute Gemeinschaft und sind dankbar, dass unsere Vorgänger uns motivierte Leute hinterlassen haben. Jetzt kann es los gehen!

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Missionarskonferenz

Vom 2. bis 8. Januar fand die zweijährliche PNG-Missionarskonferenz der Liebenzeller Missionare statt. Wir hatten eine gute Zeit und Gemeinschaft mit unseren Kollegen. Ansonsten sind wir weit im Land verstreut und nur mit dem Flugzeug erreichbar. Martin Auch, unser Missionsdirektor leitete das Treffen. Wir konnten uns intensiv über die künftige Arbeit und Strategie für Papua-Neuguinea austauschen. Sehr wertvoll!

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Weil es Zebreas in Papua-Neuguinea gibt ;)

Über Silvester fand die Jungmännerfreizeit (Jumäfez) des CVJM Württembergs statt. Seppo war in der Vergangenheit als Teilnehmer und später dann als Mitarbeiter dabei. Es hat sich als Tradition entwickelt, dass jeder "Tischklopfer" 50 Cent Spende für einen guten Zweck zur Folge hat. Dieses Mal war unsere Arbeit in Port Moresby der gute Zweck. Über 5.000 € wurden erklopft und Seppo hat sich daraufhin auch ins Zeug gelegt. Für den Fall, dass so viel Geld zusammenkommt, hatten die Jungs gefordert, Seppo soll sich die Haare und den Bart im Zebralook machen. Denn nach Einschätzung der jungen Männer gibt es Zebras in Papua-Neuguinea, was natürlich keinesfalls stimmt ;)

Neben dieser Aktion an Silvester gab es auch weitere Aktionen von Freunden aus der Heimat, die unserer Arbeit zugutekommen: Die Mädchenjungschar Sulz hat wieder Orangen verkauft; Am ersten Advent wurde ein Adventsbasar nach dem Gottesdienst veranstaltet und auf der Silvester-Party unserer Clique wurde ein Teilbeitrag beim Getränkeverkauf für unsere Arbeit abgetreten.

Vielen Dank an dieser Stelle für die große und kreative Unterstützung!

 

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Bilder von Dschungel-Abenteuer

Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte. Schaut selbst nach unserem "Dschungel-Abenteuer".
Wer dann doch mehr lesen möchte, dem empfehlen wir unseren aktuellen Rundbrief:
https://pross-png.jimdo.com/newsletter/

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DFB meets ShapeLife

DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch und DFB-Vizepräsidentin für Frauenfußball Hannelore Ratzeburg besuchten unser Projekt „Shape Life“ im Morata-Settlement. Der Kontakt entstand eher zufällig und so freuten wir uns umso mehr, dass die Offiziellen sehr an der Arbeit interessiert waren. Einigen Kindern schenkten die Besucher auch Trikots und Eintrittskarten für das zweite Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Mexiko. Sie haben sich riesig darüber gefreut, übrigens auch über den 3:0-Sieg Deutschlands. Wir konnten den Kindern sogar die „Deutschland-Deutschland-Deutschland“-Fangesänge beibringen.

 

Der DFB hat sogar ein Video über den Besuch veröffentlich. Ihr findet es unter: http://www.dfb.de/u-20-frauen/news-detail-u-20w/video-u-20-besucht-projekt-shape-life-158023/

 


Fernsehdebüt und DFB-Kontakt

Bei der U-20-WM der Frauen ist auch die deutsche Mannschaft vertreten. Vorletzte Woche hatten wir die Chance, bei einem Training vorbeizuschauen und kamen dabei mit der deutschen Auswahl ins Gespräch – ein sehr interessanter Einblick. Am Montag (14.11.) stand das erste Spiel gegen Venezuela an, dass die deutsche Elf mit 3:1 gewann. Wir waren live dabei und haben unser Team angefeuert. Als deutsche Fans sind wir wohl so aufgefallen, dass wir sogar kurz im Fernsehen kamen. Seppos Bruder hat uns die Bilder von Eurosport gezeigt.

 

Zwischenzeitlich hatten wir nochmals Kontakt zum DFB, davon in den nächsten Tagen mehr …


Mitarbeiterausflug zur WM

Am Sonntag, den 13. November 2016 haben wir unsere „shape life“-Mitarbeiter überrascht. Als Dank für ihre Arbeit, die sie das Jahr über in die Programme investierten, haben wir sie eingeladen, das Eröffnungsspiel der U-20-Frauen-WM mit uns zu schauen. Die Freude darüber war riesig!

 

So sahen wir gemeinsam ein eher langweiliges 0:2 zwischen Schweden und Nordkorea und anschließend die offizielle Eröffnungsfeier mit Feuerwerk und dem Spiel zwischen Papua-Neuguinea und Brasilien, das 0:9 endete. Ihr könnt euch sicherlich denken, wer gewonnen hat ;) – die Mitarbeiter haben sich aber trotzdem gefreut, schließlich gab es ja was zu sehen.


WM-Fieber in Papua-Neuguinea

Heute startet die U-20 Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Papua-Neuguinea. Auch die deutsche Auswahl ist schon hier vor Ort. Überall in der Stadt hängen Fahnen und natürlich wird auch noch an den Spielstätten kräftig gearbeitet ;-)

Alle Spiele werden hier in Port Moresby ausgetragen. Wir freuen uns und sind sehr gespannt darauf. Zum Eröffnungsspiel Papua-Neuguinea – Brasilien werden wir mit unseren 25 shape life Mitarbeitern gehen. Auch für ein weiteres Spiel von Neuguinea, sowie für zwei deutsche Spiele haben Kathi und ich uns Karten gegönnt. Bei einem Preis von rund 0,50 € (Kurve) und 1,50 € (Gegentribüne) ist das auch gut möglich.

 

Die deutschen Spiele werden auf Eurosport übertragen. Habt ihr Lust oder besser gesagt Zeit am 14.11. und 17.11. Port Moresby live um 7 Uhr morgens im Fernsehen zu sehen? Vielleicht entdeckt ihr ja zwei verrückte Deutschland-Fans :-) ... Übrigens gibt’s auf den Seiten des DFB aktuelle Infos über die deutsche U-20 Mannschaft!


Hochzeit auf neuguineische Art

Während unserer Zeit auf Manus hatten wir die geniale Möglichkeit, bei einer kulturellen Hochzeit dabei zu sein. Aber es war eher eine Brautpreis-Zeremonie als eine Hochzeit. Das Brautpaar war bereits in ihren Fünfzigern und hatte auch schon Enkel. Doch vom Clan des Bräutigams wurde bis dahin noch kein Brautpreis bezahlt. Die Clans hatten sich vor Jahren auf einen Zeitpunkt geeinigt, an dem dieser übergeben werden sollte. Nun, nach einigen Ehejahren, war auch der Wert der Braut etwas klarer :-)

Die Seite des Mannes gab 60.000 Kina (ca. 16.000 €), die Seite der Frau sorgte für das Essen: 31 Schweine, 44 Schildkröten, 220 Reissäcke (zu je 10 kg) und über tausend Sagemehl-Taschen. Das entspricht einem Wert von rund 70.000 Kina (ca. 19.000 €). Der Austausch soll sicher stellen, dass die Beziehung zwischen den Clans friedlich bleibt und man sich bei zukünftigen Schwierigkeiten auf diesen Austausch besinnen kann. Diese Brautpreis-Zeremonie wurde mit Tanz und Garamuts (Trommeln aus aufgeschlitzten Baumstämmen) gefeiert.

 

Für uns ein interessanter und aufschlussreicher Einblick in die Kultur!


Auf nach Rambujo

Als Teil unserer Kultureinführung sind wir zur Zeit auf Manus, der fünftgrößten Insel Papua-Neuguineas. Dort lernen wir das Leben, unsere Kollegen und deren Arbeit kennen. Das vergangene Wochenende durften wir mit Pastor Bob auf der Außeninsel Rambujo verbringen. Mit einem kleinen „Banana-Boat“ (40 PS) fuhren wir über den Ozean, vorbei an Inseln, Atollen und Fischern. Es war für uns super eindrücklich, Pastor Bobs Dorf und das Leben dort kennenzulernen. Wie leben die Menschen hier? … Wie sieht Kirche vor Ort aus? … Wie versorgen sich die Einheimischen? … Wie verbringen Sie ihre Zeit? … Was sind die alltäglichen Herausforderungen? … usw.

Absoluter Höhepunkt war für uns, mit ein paar jungen Fischern des Dorfes aufs Meer rauszufahren. Wir schnorchelten und sahen zu, wie die Männer mit Harpunen den ein oder anderen Fisch erlegten, der später auf unseren Tellern landete.


Happy Independence Day!

Am Freitag, den 16. September, duften wir gemeinsam mit zahlreichen Neuguineern die 41-jährige Unabhängigkeit Papua-Neuguineas feiern. Schon Tage vorher konnte man an jeder Straßenecke Flaggen, T-Shirts, Kleider und Souvenirs kaufen und sich auf den großen Tag einstellen. Es gab kaum jemanden, der nicht im passenden Outfit unterwegs war.

 

Rodney, unser einheimischer Mitarbeiter und Freund, ist mit uns durch die Hauptstadt gezogen und hat uns an die zwei größten Schauplätze geführt. Es war eine geniale Erfahrung, die uns an den WM-Sommer 2014 in der Heimat erinnert hat.

 

Das Papua-Neuguinea nicht umsonst „Land der Vielfalt“ genannt wird und eine Vielzahl an Gesichtern hat, durften wir geballt erleben. Am interessantesten war es für uns, die großen Kontraste zu sehen. Hier in Port Moresby trifft Tradition in krasser Weise auf Moderne. Die beste Veranschaulichung dafür war die Veranstaltung der „traditionellen Tänze“ einzelner Provinzen, die im neusten Einkaufszentrum stattfand, das man fast in gleicher Weise in Deutschland vorfinden könnte.


Feiertag ohne Anlass?

Am Freitag, den 26.8. war der sogenannte „Repentance Day“, was so viel heißt wie "Tag der Buße oder Vergebung". Dieser Tag wurde erst 2011 als Nationalfeiertag eingeführt. Hier der Kommentar der lokalen Zeitung zu den Ursprüngen des Feiertags: "Es wurde keine Begründung für den Zweck dieses Tages von Seiten der Regierung gegeben, was dazu führte, dass viele Papua-Neuiguineer verwirrt sind über den Anlass des Feiertages." Naja, jedenfalls gab es um 5 Uhr morgens vor dem Parlamentsgebäude eine öffentliche Veranstaltung. Es wurde für das Land gebetet und Gott um Vergebung für nationale aber auch persönliche Sünden gebeten.

 

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Nach eigener Aussage, ist Papua-Neuguinea das einzige christliche Land auf der Erde. Das heißt: die Regierung hat festgelegt, dass die Bibel einzige Grundlage der Verfassung ist. Es wurde ein Bund mit Gott geschlossen, so wie es Gott mit Abraham in der Bibel gemacht hatte. Als Missionar eigentlich ein Grund zur Freude, wären da nicht viele Kontroversen. Es gibt noch viel Arbeit für Kirche und Missionare in Papua-Neuguinea. Auch wenn sich 96 % der Bevölkerung als Christen bezeichnen, brauchen sie Begleitung und Unterstützung …

Wir waren am Freitag in der Früh beim Parlamentsgebäude und beteten mit. Wir hatten sicherlich unsere Schwierigkeiten mit mancherlei Gebeten oder Prophezeiungen: „Möge Gott dem Land Wohlstand schenken!“; „Wir sind Gottes ausgewählte Nation – die erste christliche Nation der Welt“; Wir konnten folgende Gedanken nicht unterdrücken: Wenn Papua-Neuguinea so christlich ist, wie kommt es dann, dass …

  • das Land an 134. Stelle (von 148) im Index der Geschlechterungleichheit rangiert?
  • die AIDS-Rate so hoch ist?
  • es so viel Gewalt gibt?
  • dieselbe Regierung, die entscheidet, christliches Land sein zu wollen, das Land in die Top 30 der korruptesten Länder der Welt führt?

Die Ansage eines Pastors hat uns bewegt: "Nur weil wir uns ein christliches Land nennen, heißt es nicht, dass wir auch Christen sind. Wir brauchen Gott und seine Gnade in unserem Land, um die vielen Probleme anzugehen!" – Unterm Strich bleibt uns eine positive Veranstaltung in Erinnerung: Ein Land / Eine Regierung die Gott um Rat fragt und mit ihm leben möchte.

 

Outreach am Abend

Am Abend veranstaltete die australische Bewegung "Planet Shakers" im Stadion einen Outreach (zu deutsch: Evangelisation – Eine Großveranstaltung, bei der zum Glauben eingeladen wird). Tausende Neuguineer kamen, um Konzerte von "LZ7" und "Planet Shakers" zu hören, aber auch der Predigt usw. zu lauschen. Es war cool und schön auch zu sehen, wie tief verwurzelt der christliche Glaube in Papua-Neuguinea ist. Aber ihr merkt: vieles ist spannend bei uns und einiges vielschichtiger als man denkt …


Erste Errungenschaften

Erfolgreich auf dem Markt

Kathi hat zum ersten Mal alleine und ohne Dolmetscher auf dem lokalen Obst- und Gemüsemarkt eingekauft. Und das alles auf Pidgin! Sie war mächtig stolz. Es kam dabei eine Papaya (auf Pidgin „Popo“) für 5 Kina (Währung in Papua-Neuguinea) heraus. 

Neuguineischer Führerschein

Zwischenzeitlich haben wir einen neuguineischen Führerschein. Ernst Schülein (unser Kollege) nahm uns mit zur Behörde, wo man von Schalter zu Schalter geht. Am ersten Schalter gaben wir das Formular, unsere deutschen Führerscheine und Pässe ab ... danach warten ... am zweiten Schalter bekommt man dann den Hinweis, dass man zahlen soll; aber natürlich am Schalter nebenan ... danach warten ... dann wird man zum Foto machen aufgerufen ... danach warten ... und zu guter Letzt bekommt man die Führerscheine gleich mit. Das warten hat sich gelohnt ;-) besonders unsere Vornamen auf unserer "PNG Driver’s License" sind super. Findet ihr die Fehler?

 

Vieles müssen wir einüben: Fahren auf der linken Seite, blinken mit rechts, schalten mit links. Am stressigsten finden wir die vielen Kreisel. Die sind alle zweispurig und die innere Spur hat auch dann Vorfahrt, wenn sie den Kreisel verlassen möchte. Man fühlt sich ein wenig wie früher in der Fahrschule. Zum guten Glück hat uns Ernst Schülein den Einstieg erleichtert. Seppo hat ja bereits in Liebenzell bei ihm gelernt, mit Sprinter und nach Spiegel zu fahren.


Sprache lernen

Wir sind fleißig am Sprache lernen. Rodney, einer der „ShapeLife-Mitarbeiter“, der auf dem Gelände der Liebenzeller Mission vor Ort wohnt, ist unser Lernhelfer und bringt uns mit viel Geduld Pidgin bei. Wir sind froh um den Kurs "Wie man Sprachen lernen kann", den wir vorbereitend in Toronto hatten. Jetzt können wir die Inhalte praktisch anwenden!

 

Nachfolgend eine kleine Einführung für alle, die sich fragen, was für eine Sprache wir da lernen. Weiterlesen lohnt sich, denn wir verraten weiter unten unser Lieblingswort!     

Hintergrundwissen "Pidgin Englisch"

Aus "Kauderwelsch Band 18, Pidgin Englisch für Papua-Neuguinea." von Albrecht G. Schäfer (Seiten 14-17):

„Nennen wir Pidgin English bei seinem einheimischen Namen Tok Pisin, dann sind wir seiner Entstehung auch gleich auf der Spur: Tok kommt von dem englischen „talk“ (sprechen, reden), und pisin oder bisin lässt sich auf die chinesische Verballhornung des englischen „business“ (Handel) zurückführen.

Eine Pidgin-Sprache, das verenglischte „pisin“, ist als anerkannter Begriff in die Sprachwissenschaft eingegangen, bezeichnet somit eine Geschäftssprache, eine „Lingua Franca“. Zunächst eine Hilfs-, Ersatzsprache zwischen mehreren Bevölkerungsgruppen, die sich nicht in des anderen Sprache verständigen können, wird Pidgin durch ständigen Gebrauch und vielseitigen Beitrag zu einer selbstständigen Sprache.

Genau das war bei dem Pidgin Englisch in Melanesien und insbesondere in dem heutigen Papua-Neuguinea der Fall. Zur Bewirtschaftung der Kokosplantagen in Samoa und der weiten Zuckerrohrfelder im australischen Queensland hatten die Weißen vor rund hundert Jahren [Anmerkung: eher 150 Jahre]  Hunderttausende von Arbeitskräften aus Neuguinea und den umliegenden Inseln rekrutiert. Das Tok Pisin half das Sprachgewirr zu überwinden. In Papua-Neuguinea gibt es laut letzten linguistischen Untersuchungen rund 720 eigenständige Sprachen [Anmerkung: andere Sprachen von 862; mehr 900; oder auch 1006.].

Die Verständigung zwischen Arbeitern und Aufsehern, die alle aus verschiedensprachigen Gebieten zusammenkamen, funktionierte schließlich dadurch, dass sie das Englisch der Verwalter ihrer eigenen melanesischen Grammatik und Sprechweise anpassten. Tok Pisin, eine neue Sprache war entstanden. Plantagenarbeiter wie Aufseher brachten das Pidgin zurück in ihre Heimatdörfer und verbreiteten es dort weiter. Mit der Ausdehnung der Plantagenwirtschaft auf andere Gebiete Neuguineas nahmen die Arbeiter einiges der regionalen Dialekte in das schnell aufbauende Pidgin-Vokabular auf. [...]

Tok Pisin verfügt heute über ein Vokabular von nur 1600 Wörtern, die Dinge beschreiben müssen, wofür im Englischen immerhin rund 6000 Vokabeln aufgeboten werden. Kein Wunder, dass es dabei oft genug zu langen, umständlichen und auch lustig klingenden Wortgebilden kommt. Schnell war Tok Pisin von den sich ablösenden Kolonialherren als „Bastardsprache“, „Busch-Englisch“ und „Baby-Talk“ lächerlich gemacht und dem andauernden ethnozentristischen Kulturbild hinzugefügt worden. Die deutschen Kolonialbehörden versuchten gar, das Pidgin zu verbieten, und selbst bei den Vereinten Nationen hatte die neue Sprache der Melanesier jahrzehntelange keine Chance anerkannt zu werden. All diesen Unterdrückungsversuchen zu Trotz hat sich Tok Pisin in all den Jahren ein immer größer werdendes Sprachgebiet erobert. Gegen Ende des 1. Weltkriegs war es schon so weit verbreitet, dass die Missionen es als ihre Lehr- und Erziehungssprache einsetzten.

Heute wird es auf allen Inseln, an der gesamten Nordküste, im Hochland, nach und nach auch im restlichen Papua-Neuguinea und im Grenzgebiet zum noch von Indonesien verwalteten West-Papua (Irian Jaya) gesprochen.

Als das Land 1975 seine Unabhängigkeit erlangte, wurde Tok Pisin neben Motu, der im Süden beheimateten Sprache, offiziell zur Nationalsprache erklärt. Sie ist ein wichtiges Instrument der Regierung geworden, sich im Land, in dem mittlerweile ein Drittel [Anmerkung: müsste deutlich höher sein] der rund 6 Millionen Einwohner Pidgin beherrschen verständlich zu machen. In den Medien und selbst im Parlament verdrängt die erst vor einigen Jahren von den UN anerkannte Sprache immer mehr das Standard-Englisch.“

 

Wie versprochen, wollen wir diejenigen belohnen, die den ganzen Artikel durchgelesen haben. Unser absolutes Lieblingswort bis dato heißt „giaman susu“:

„giaman“ heißt „lügen, Lügner“

„susu“ heißt „ Brust, (Mutter-) Milch“

„giaman susu“ heißt „Schnuller“ im Sinne von „gelogene Brust“


Gut angekommen!

Am Donnerstag (4.8.) sind wir sicher und gut um 5 Uhr morgens in Port Moresby gelandet. Unser künftiges Mitarbeiterteam von ShapeLife und unser "Mit-Missionar" Ernst Schülein haben uns strahlend am Flughafen empfangen. Anschließend haben sie und uns zum "Liebenzell-Mission-Compound" gebracht, wo wir auch wohnen werden. Wir haben von den Mitarbeitern eine tolle PNG-Ausrüstung bekommen (Blumenkette, Mütze, ...). Wir fühlen uns fürs Erste wohl und werden von Familie Schülein gut eingeführt.


Ausgesandt!